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A1 · LingoBoss German

Deutsch A1 Story: Der erste Tag in Deutschland | 10 Minuten German Listening

Deutsch A1 Story Special: Der erste Tag in Deutschland. Höre fast 10 Minuten ruhiges, leichtes Deutsch mit Leo und Lena. Diese A1-Geschichte begleitet Mia durch einen ganzen Tag: Bahnhof, Zug, Sprachschule, Stadt, Café, Supermarkt, Bus und neue Wohnung. Das lernst du: • sich vorstellen: Ich heiße..., Ich komme aus... • fragen: Wo ist...?, Was kostet das?, W...

Kapitel · 15
0:00Ein kleiner Fehler
0:32Gleis drei
1:04Im Zug
1:48Im Kurs
2:29Eine neue Partnerin
3:09Durch die Stadt
3:50Eine Bestellung
4:30Die Karte fehlt
5:03Ein gutes Ende
5:50Im Supermarkt
6:32Der Bus nach Hause
7:19Die neue Wohnung
8:03In der Küche
8:44Ein Anruf am Abend
9:29Dein Schnell-Recap
Transkript

Mias erster Morgen in Deutschland beginnt am Bahnhof. Sie sieht einen Zug und fragt: Ist das der Zug nach Berlin? Ein Mann sagt: Nein, dieser Zug fährt nach Bonn. Mia atmet tief ein. Sie braucht Berlin, nicht Bonn. Moment mal: der Zug nach Berlin. Nach zeigt hier das Ziel. Zum Beispiel: Ich fahre nach Hamburg. Ganz einfach, oder? Mia geht zum Informationsschalter. Entschuldigung, wo ist Gleis drei? Die Frau lächelt: Geradeaus, dann links. Der Zug kommt um zehn Uhr. Es ist neun Uhr fünfzig. Mia hat zehn Minuten. Hast du das gehört? Geradeaus, dann links. Dann bedeutet: danach. Mia findet Gleis drei genau in diesem Moment. Die Türen öffnen sich. Mia steigt ein und findet einen Platz am Fenster. Neben ihr sitzt ein älterer Mann. Er sagt freundlich: Guten Morgen. Guten Morgen, antwortet Mia. Fährt dieser Zug wirklich nach Berlin? Der Mann nickt. Ja, in ungefähr einer Stunde sind wir da. Kurze Frage: Hörst du wirklich? Das Wort macht die Frage stärker. Der Kontrolleur kommt. Mia zeigt ihr Ticket auf dem Handy. Das Ticket, bitte. Diesen kleinen Satz hörst du im Zug sehr oft. Der Zug ist pünktlich. Eine Stunde später sitzt Mia in ihrem ersten Deutschkurs. Die Lehrerin fragt: Wie heißen Sie? Mia antwortet langsam: Ich heiße Mia. Ich komme aus der Türkei. Dann fragt die Lehrerin: Welche Sprachen sprechen Sie? Mia sagt: Ich spreche Türkisch und ein bisschen Deutsch. Kleine Beobachtung: Ich spreche, aber du sprichst. Hörst du den Unterschied? Du musst es noch nicht erklären. Sprich die zwei Formen einfach einmal laut. In der Pause setzt sich eine junge Frau neben Mia. Sie heißt Sofia. Sofia kommt aus Spanien und wohnt seit zwei Wochen in Berlin. Sie fragt: Wohnst du auch in Berlin? Mia antwortet: Ja, seit gestern. Meine Wohnung ist in Neukölln. Seit gestern bedeutet: Es begann gestern und ist heute noch so. Sofia schreibt ihre Nummer auf einen kleinen Zettel. Vielleicht trinken wir morgen Kaffee. Vielleicht ist perfekt, wenn etwas möglich, aber noch nicht sicher ist. Nach dem Kurs gehen Mia und Sofia zusammen nach draußen. Die Straße ist voll. Fahrräder fahren vorbei, und die Ampel wird grün. Sofia zeigt nach rechts: Dort ist eine Bäckerei. Das Brot ist sehr gut. Mia kauft ein Brötchen und fragt: Kann ich hier mit Karte zahlen? Das ist ein Satz zum Mitnehmen: Kann ich hier mit Karte zahlen? Ja, natürlich, sagt die Verkäuferin. Mia bezahlt und steckt das Brötchen ein. Natürlich heißt hier so viel wie: klar, kein Problem. Nach dem Kurs ist Mia hungrig. Sie geht in ein kleines Café. Sie sagt: Ich möchte einen Kaffee und ein Sandwich, bitte. Der Barista fragt: Möchtest du auch Wasser? Ja, gern, sagt Mia. Was kostet das zusammen? Sieben Euro fünfzig, sagt der Barista. Das war höflich: Ich möchte. Im Café klingt das viel freundlicher als ich will. Was möchtest du? Ergänze im Kopf nur ein Wort: Tee, Wasser oder Saft. Mia öffnet ihre Tasche. Plötzlich wird sie still. Oh nein, meine Karte ist nicht da. Sie schaut in die kleine Tasche, dann in ihr Buch. Nichts. Der Barista sagt ruhig: Kein Problem. Schau noch einmal auf den Tisch. Moment, hier steckt ein gutes Wortpaar: in der Tasche, aber auf dem Tisch. Schau dich kurz um. Was ist auf deinem Tisch? Und da ist sie: Die Karte liegt auf dem Tisch, unter der Speisekarte. Mia lacht. Mit Karte, bitte, sagt sie jetzt ganz sicher. Der Barista gibt ihr den Bon. Mia sagt: Vielen Dank. Auf Wiedersehen. Mit Karte, bitte ist übrigens schon ein kompletter Mini-Satz. Den kannst du sofort benutzen. Mia steckt den Bon in ihre Tasche und geht wieder auf die Straße. Der Tag ist noch nicht zu Ende. Für die neue Wohnung braucht sie noch ein paar Dinge. Dann gehen wir mit. Mal sehen, welche Alltagssätze Mia noch braucht. Zuerst geht Mia in den Supermarkt. In ihrer Küche ist noch fast nichts. Auf ihrer Liste stehen Milch, Eier, Tomaten, Reis und Äpfel. Sie findet die Milch, aber den Reis sieht sie nicht. Mia fragt einen Mitarbeiter: Entschuldigung, wo finde ich Reis? Wo finde ich ist viel praktischer als nur wo ist. Danach kommt direkt das gesuchte Ding. Der Reis ist hinten links, neben den Nudeln. Mia bedankt sich. Neben bedeutet: direkt an der Seite. Die Nudeln stehen neben dem Reis. Mit zwei Taschen geht Mia zur Bushaltestelle. Es beginnt leicht zu regnen. Auf dem Fahrplan sieht sie viele Nummern. Aber welcher Bus fährt nach Neukölln? Eine Frau wartet neben ihr. Mia fragt: Fährt der Bus einhundertvierundsiebzig nach Neukölln? Ja, aber du musst am Rathaus umsteigen, erklärt die Frau. Umsteigen ist ein wichtiges Reisewort: aus einem Bus raus, in einen anderen rein. Mia wiederholt: Am Rathaus umsteigen. Danke für die Hilfe. Wiederholen hilft. So prüft Mia, ob sie alles richtig verstanden hat. Endlich steht Mia vor ihrem neuen Haus. Die Einkaufstaschen sind schwer. Sie sucht den Schlüssel. Diesmal ist er sofort da, in der Jackentasche. Im Hausflur trifft sie ihren Nachbarn. Er trägt ein großes Paket. Hallo, ich bin Daniel aus dem zweiten Stock, sagt er. Aus dem zweiten Stock beschreibt, wo Daniel wohnt. Stock bedeutet hier Etage. Mia stellt sich vor. Daniel hält ihr die Tür auf, und sie sagt: Das ist sehr nett. Das ist sehr nett passt immer, wenn dir jemand freundlich hilft. Mia räumt die Einkäufe ein. Die Milch kommt in den Kühlschrank. Die Äpfel legt sie in eine Schale, und den Reis stellt sie in den Schrank. Dann macht sie sich einen Tee und setzt sich ans Fenster. Draußen fahren Busse vorbei. Die Stadt ist laut, aber Mia fühlt sich ruhig. Achte auf die Bewegung: in den Kühlschrank. Der Ort danach ist: im Kühlschrank. Mia schaut auf ihre Liste. Alles ist erledigt. Alles erledigt sagt man gern, wenn keine Aufgabe mehr offen ist. Am Abend ruft Mias Bruder an. Er möchte wissen, wie ihr erster Tag war. Mia erzählt vom falschen Zug, vom Deutschkurs und von ihrer neuen Freundin Sofia. Sie erzählt auch von der Karte. Jetzt müssen beide lachen. Ihr Bruder fragt: War alles schwierig? Mia denkt kurz nach. Nein, sagt sie. Neu, aber nicht zu schwierig. Neu, aber nicht zu schwierig. Mit aber verbindet Mia zwei unterschiedliche Gedanken. Nach dem Gespräch schreibt Mia: Heute habe ich viel Deutsch gesprochen. Einmal kurz zurück: Ist das der Zug nach Berlin? Für Städte: Ich fahre nach Berlin. Im Kurs: Ich heiße Mia. Ich spreche Türkisch. Im Café: Ich möchte einen Kaffee, bitte. Und wenn du bezahlst: Mit Karte, bitte. Gut gemacht. Wähle einen Satz und benutze ihn heute laut.